~ Leitungswasser ~

  Aus einer aktuellen Broschüre des Bundesumweltamts:

  
   “Das Umweltbundesamt empfiehlt aus all diesen Gründen, Trinkwasser, das mehr als vier Stunden in der Leitung gestanden hat, nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden. Insbesondere sollten Sie es nicht zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwenden.
Das nachfliessende frische Wasser erkennen Sie daran, dass es etwas kühler aus der Leitung kommt als das Stagnationswasser. Verwenden Sie für alle Lebensmittelzwecke nur dieses frische, etwas kühlere Wasser.
Verwenden Sie darüber hinaus, wenn Sie gegen Nickel vorsensibilisiert sind, auch kein Stagnationswasser (Menge maximal ein grosses Glas Wasser) aus verchromten Armaturen. Dies gilt auch für das Händewaschen. Solches Wasser kann stark Nickel-haltig sein und bei vorsensibilisierten Personen eine allergische Hautreaktion auslösen
.”
 















   Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist ein weiteres der kontrovers diskutierten Themen. Inzwischen hat sich die Situation wieder verbessert. Laut Duden ‘Basiswissen Schule Geografie’ nahm z. B. 1971 im Rhein “die Verschmutzung seines Wassers ein solches Maß an, dass es von vielen Menschen für lebensgefährlich angesehen wurde.” Noch 1997 hiess es im Deutschen Ärzteblatt (1/97): „Der Nachweis zahlreicher anthropogener Fremdstoffe im Trinkwasser rechtfertigt Besorgnisse um die chemische Qualität des Trinkwassers.” ‘Antropogen’ bedeutet: vom Menschen geschaffen. Wir Menschen verschmutzen also unser Trinkwasser auf eine Weise, dass es das Leben der Menschen gefährden kann ...

Im Gesundheitsbericht für Deutschland von 1998 (Ernährung, Unerwünschte Stoffe in Nahrung und Trinkwasser, Kapitel 4.12 ) heisst es z. B. zur Belastung mit Nitrat, Nitrit und Nitrosaminen:
“Nitrat und Nitrit sind Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs, die entweder natürlich, als Lebensmittelzusatzstoff oder künstlich über die Düngung in die Nahrung gelangen. Bei Überfrachtung der Nutzflächen mit pflanzenverfügbarem Stickstoff werden pflanzliche Lebensmittel und Trinkwasser gleichermaßen belastet. Im Vergleich zu Nitrat ist Nitrit wegen seiner direkten Giftwirkung (Inaktivierung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin) und der Möglichkeit des Entstehens krebsauslösender Nitrosamine erheblich kritischer zu beurteilen. [...] Im Trinkwasser kann es bei Hausbrunnen oder anderer Versorgung außerhalb von Wasserschutzzonen und -gebieten zur Überschreitung des EU-einheitlichen Nitratgrenzwertes von 50 mg/kg kommen. Der untere Normalwert im Trinkwasser eines großen westdeutschen Wasserversorgungsunternehmens liegt bei 10 mg Nitrat/kg, die Mittelwerte bewegen sich um 12 bis 15 mg/kg bei Maximalwerten bis zu 22 mg/kg.”

Und weiter zu “Risiken durch unerwünschte Stoffe”:
“Eine mögliche Gefährdung des Verbrauchers durch unerwünschte Stoffe aus der Nahrung und dem Trinkwasser hängt von der Wirksamkeit langfristig zugeführter - auch kleinster - Mengen der unerwünschten Stoffe ab. Die Beurteilung konzentriert sich auf das Tumorgeschehen (Entstehung bzw. Wachstum), das Auftreten von Erkrankungen infolge Überempfindlichkeit, Schädigungen des Immunsystems (Immuntoxizität), Veränderungen des Hormonstatus und auf die Frage einer unerwünschten Beeinflussung krankheitserregender Keime (Resistenzbildung). [...] Grundlage einer Gefährdungs- und Risikoeinschätzung ist der Langzeit-Tierversuch. Im Tierversuch muss die unwirksame Dosis ermittelt werden. Sie ist - unter Berücksichtigung eines angemessenen Sicherheitsfaktors (von 10 bis 1.000) - Grundlage für die zulässigen oder tolerierbaren täglichen bzw. wöchentlichen Aufnahmemengen.”

Kurz zusammengefasst bedeutet das: Die gesundheitlichen Folgen von Belastungen durch giftige Stoffe wie Nitrat und Nitrit sind bekannt und bewiesen und reichen bis hin zu Krebs. Es ist bekannt, dass Trinkwasser diese Stoffe enthält, aber es geht in den Maßnahmen nicht um eine Vermeidung (oder die Frage, was Giftstoffe in unserem Trinkwasser zu suchen haben), sondern darum, in Tierversuchen festzustellen, welche Belastung für Menschen als zumutbar gelten kann. Diese Grenzwerte sollen von der Trinkwasserverordnung geregelt werden. Sie garantiert aber nicht, dass keinerlei Gesundheitsgefährdungen bestehen. Immer wieder kommt es regional zu Erkrankungen oder sogar Todesfällen. So heisst es z. B. im Merkblatt des Bundesminister für Gesundheit Trinkwasser 1993:
“Danach gab es Fälle von Magen/Darmstörungen bei zu hohen Kupferkonzentrationen sowie bei nicht gestillten Säuglingen Erkrankungen an frühkindlicher Leberzirrhose einschliesslich Todesfälle.”

   Trotzdem ist Flaschen- bzw. Mineralwasser nicht wirklich eine Alternative. Die Grenzwerte der Mineralwasserverordnung liegen teilweise sogar über denen der Trinkwasserverordnung. So sind beispielsweise im Trinkwasser 10µg/ l Blei und Arsen erlaubt, in Mineralwasser 50µg/ l. Mineralwasser muss nicht auf seinen Pestizid- und Nitratgehalt geprüft werden.

   Die Trinkwasserverordnung regelt also nicht, ob, sondern wie viele Schadstoffe in unserem Trinkwasser enthalten sein dürfen. Besonders wichtig sind folgende Punkte

  • Wasserqualität/ Trinkwasserverordnung
    Der UNESCO Weltwasserbericht ("Rangliste der Wasserqualität" aller Länder weltweit) von 2003 hatte für Deutschland den zweitschlechtesten Platz aller EU-Länder und mit Rang 57 eine Position zwischen Ecuador und Zimbabwe ergeben. Dieser Bericht wurde mittlerweile von offizieller Seite revidiert*, die Angaben des Berichts hätten sich nicht auf die Trinkwasserqualität, sondern die Wasserqualität allgemein bezogen. Allerdings stellt sich hier die Frage, woraus unser Trinkwasser gewonnen wird, wenn nicht aus dem ‘allgemeinen Wasser in Deutschland’?

       Die Trinkwasserverordnung regelt, wie hoch die maximalen Werte von chemischen und mikrobiologischen Belastungen, wobei zwischen Grenzwerten und Richtwerten unterschieden wird und nicht alle möglichen Inhaltsstoffe überprüft werden. Zudem ist völlig unklar, welche Synergieeffekte bzw. Wechselwirkungen sich möglicherweise durch das Zusammenspiel verschiedener chemischen Substanzen ergeben. Darüber hinaus sollte nicht vergessen werden, dass sich Stoffe, die wir in Mengen, die unterhalb der Grenzwerte liegen, mit der Zeit im Körper anreichern und dann kritische Mengen durchaus überschreiten können.

       So viel auch geregelt sein mag, bleibt doch die Frage, was die meisten dieser Stoffe überhaupt in unserem Trinkwasser zu suchen haben. Nachgewiesen wurden nicht nur Mikroorganismen, Schwermetalle, Pestizide etc., sondern zunehmend steigende Mengen an Hormonen (z. B. aus der Tieraufzucht), aber auch Kokain etc.

     
    Die deutschen Grenzwerte liegen zudem teilweise unter den EU-Grenzwerten (Nitrat: deutscher Grenzwert 50 mg/ Liter; EU: 25 mg/ Liter). All das gehört definitiv nicht in Trinkwasser und belastet unseren Körper - und reichert sich darin an, wenn wir nicht alle Stoffe wieder loswerden.
     
  • Rohrleitungen
    Die Werte, die die jeweiligen städtischen Wasserwerke bekanntgeben, beziehen sich auf das Wasser, das die Wasserwerke verlässt, aber nicht auf das Wasser, das auch wirklich aus unserem Wasserhahn fließt. Vorher muss das Wasser nämlich noch kilometerlange Rohrleitungen durchqueren und sammelt dort weitere Schadstoffe an (z. B. Asbest). Schliesslich beeinflussen auch die Rohrleitungen in unseren Häusern bzw. Wohnungen die Wasserqualität. In vielen Altbauten sind noch Bleirohre verlegt. Messungen (ppm/ Teilchen pro Million) ergeben so oft unterschiedliche Werte, je nachdem, ob man Wasser im Bad oder in der Küche entnimmt. Die Differenz dieser Werte zeigt, wie stark Rohrleitungen die Wasserqualität im Hinblick auf ihren Teilchengehalt/ Schadstoffgehalt beeinflussen.
    2004 gab es allein in Berlin laut Auskunft der Berliner Wasserbetriebe ca. 29 000 Hausanschlüsse mit Bleileitungen, und pro Haus meist mehrere Wohnungen, pro Haus ca. 20 Bewohner - also insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen, die bleibelastetes Wasser trinken.
    (Quelle: Eckart Pinnow: Unser Trinkwasser ist rein und die Erde eine Scheibe)

       Jede Rohrleitung, auch eine vollkommen neue und unbelastete, hat einen negativen Einfluss auf die Lebendigkeit und Regenerationsfähigkeit unseres Wassers. In der Natur ist Wasser lebendig, es fließt, sprudelt, fließt an Steinen vorbei und wird dabei verwirbelt etc.
    Victor Schauberger sagte: ”In der Natur gibt es keine geraden Linien.”
    Wasser, wie wir es heute kennen, fließt nicht frei, sondern durch begradigte Flussläufe und wird durch Rohrleitungen gepresst. Nach Schauberger ist es aber gerade das freie Fließen, das das Wasser energetisch auflädt, regeneriert und verbessert. Wasser, das durch Kläranlagen geleitet, chemisch behandelt und durch lichtdichte Rohrleitungen geleitet wird, ist kaum noch ‘lebendig’ zu nennen.

       Der Druck, der in den Rohrleitungen auf das Wasser ausgeübt wird, erhöht zusätzlich die
    Oberflächenspannung des Wassers. Wasser mit einer hohen Oberflächenspannung kann jedoch seine Transportfunktion im Körper nur unzureichend erfüllen.

   Da Flaschenwasser jedoch keine wirkliche, dauerhafte und umfassende Alternative als Trinkwasser ist, empfiehlt es sich, Leitungswasser aufzubereiten: zu

um aus belastetem und ‘totem’, stofflich und informativ verunreinigtem Wasser wieder lebendiges, gesundes Wasser zu machen.


*Offizielle Stellungnahme auf der Unesco-Homepage:
"Die [UNESCO] hatte ihren Bericht erstellt, ohne sich bei der Datenauswahl vorher mit deutschen Stellen abzustimmen. Bei ihrer Datenauswahl habe sich die UNESCO auf unzureichend entwickelte Indikatoren gestützt (….). Dadurch werde ein völlig verzerrtes Bild der deutschen Wasserqualität gezeichnet. (….) Deutschland verfügt über einen hervorragend entwickelten Gewässerschutz und über international vergleichbar hohe Umweltstandards in der Wasserwirtschaft."

“Nicht nur das BMU, sondern alle Experten sind sich einig, dass Deutschland hinsichtlich seiner tatsächlichen Trinkwasserqualität sehr weit oben steht im weltweiten Vergleich. Es wurden bei der Studie keine falschen Daten oder Messwerte verwertet. Jedoch wurde ein Indikator für "Wasserqualität" entwickelt, der in ungeeigneter Weise verschiedene Messwerte zusammenfasst.”